Glossar

Wichtige Begriffe rund um Kapitalanlagen im Allgemeinen und geschlossene Fonds im Speziellen erläutern wir in unserem Glossar.

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Abgeltungsteuer
Seit dem 1. Januar 2009 ist die sogenannte Abgeltungsteuer, ein pauschaler Steuersatz als Quellensteuer, auf alle Kapitaleinkünfte (Zinsen, Dividenden, Erträge aus Fonds etc.) und Veräußerungsgewinne aus Wertpapieren zu zahlen.
Abschreibung
Auch Absetzung für Abnutzung (AfA) genannt.
Durch die Vornahme von Abschreibungen wird die regelmäßige Abnutzung von Wirtschaftsgütern aufwandsbedingt erfasst. Abschreibungen haben Aufwandscharakter und mindern das betriebswirtschaftliche Ergebnis einer Investition und damit den zu versteuernden Gewinn bzw. das steuerliche Ergebnis der Unternehmung. Abschreibungen erfolgen lediglich buchmäßig und wirken sich liquiditätstechnisch nicht aus.
Absetzung für Abnutzung (AfA)
Agio
Sogenannter Ausgabeaufschlag, der von der Beteiligungsgesellschaft als zusätzlicher Beitrag zur teilweisen Abdeckung der Kosten für die Eigenkapitalvermittlung auf die nominale Zeichnungssumme des Anlegers erhoben wird. Das Agio ist vom Anleger zusätzlich zu seiner Nominalbeteiligung zu erbringen.
AIFM-Richtlinie
Als Reaktion auf die Finanzmarktkrise verfolgt die europäische Kommission seit längerer Zeit das anspruchsvolle Ziel, alle Akteure und Tätigkeiten, die erheblichen Risiken unterliegen, einer angemessenen Regulierung zu unterwerfen. Im Zuge dieser angestrebten Regulierung hat die europäische Kommission unter anderem eine Richtlinie zur Aufsicht alternativer Investment-Fondsmanager im Jahr 2009 veröffentlicht, welche sowohl Zulassungsregelungen wie auch Aufsichtsanforderungen für Fondsmanager enthält.

Das Bundesministerium der Finanzen hat ein Kapitalanlagegesetzbuch entworfen, welches zum 22. Juli 2013 in Kraft getreten ist. Das Kapitalanlagegesetzbuch regelt das Investmentrecht neu und enthält insbesondere auch Vorschriften für die Führung und Verwaltung von alternativen Investmentfonds. 
Amortisation
Aus dem Französischen abgeleiteter Begriff (amortir: tilgen). Die Amortisation beschreibt einen Prozess, in dem die durch ein bestimmtes Anlageobjekt erzielten Einnahmen die Anschaffungskosten dieses Objekts decken.
Anbieter
Der Anbieter (auch Initiator genannt) konzipiert Fonds, indem er Investitionsmöglichkeiten identifiziert, das Investitionsobjekt vermittelt, die wesentlichen Verträge vorbereitet, den Beteiligungsprospekt (Emissionsprospekt) erstellt und die Platzierung des Kommanditkapitals unterstützt. Der Anbieter übernimmt die Verantwortung für den Inhalt des Prospekts.
Andienungsrecht
Das Recht eines Anlegers, eine definierte Sache zu einem bestimmten Zeitpunkt in der Zukunft einem anderen verkaufen („andienen“) zu dürfen (häufig im Rahmen des Leasings zur Abdeckung des Restwertes bei Abschluss eines Teilamortisationsvertrages).
Ankaufsrecht
Das Recht des Mieters oder Leasingnehmers, das zur Nutzung überlassene Objekt zu einem festgelegten Zeitpunkt und zu einem bestimmten Preis vom Eigentümer zu erwerben.
Ankermieter
Ankermieter oder auch Magnetmieter sind die Handelsunternehmen in Einkaufszentren oder Fachmarktzentren, die einen großen Teil der Fläche einnehmen. Als Kunden- und Mietermagnete sorgen sie für die nötige Kundenfrequenz und bewegen andere Einzelhändler dazu, Verkaufsfläche im Center zu mieten.
Anlageklasse
Anleger
Eine Person, die sich an einer Fondsgesellschaft beteiligt. Der Begriff wird häufig synonym mit Gesellschafter, Kommanditist, Zeichner oder Investor verwendet.
Annuität
(Lat. annus = Jahr). Der Betrag, der für Zins und Tilgung eines Darlehens jährlich vom Schuldner zu zahlen ist. Man unterscheidet die konstante und die variable Annuität. Bei der üblichen Form der konstanten Annuität handelt es sich um einen stets gleichbleibenden Betrag, der sich aus Zins- und Tilgungsleistungen zusammensetzt. Die konstante Annuität ist mit sinkendem Zins- und wachsendem Tilgungsanteil verbunden, weil durch fortlaufende Tilgung die Zinslast abnimmt. Bei der variablen Annuität bleibt der Tilgungsbetrag bei jeder Zahlung unverändert, sodass die Annuität im Zeitablauf durch die geringer werdende Zinslast sinkt.
Anteilsfinanzierung
Persönlicher Kredit, den der Anleger aufnimmt, um seine Fondsbeteiligung (teilweise) zu finanzieren.
AO
Abgabenordnung.
Arranger
Konsortialführer bei einem Kredit- oder Emissionskonsortium. Er ist verantwortlich für die Dokumentation und die Platzierung.
Asset
Asset ist die englische Bezeichnung für einen Vermögenswert (Aktiva). Der Begriff Asset wird auch speziell als Bezeichnung für eine Kapitalanlage verwendet.
Asset Allocation
Aufteilung des Kapitals in verschiedene Vermögenswerte. Ziel dieses Anlageverhaltens ist der bestmögliche Ertrag des Gesamtvermögensportfolios.
Assetklasse
Assetklassen beschreiben die Unterteilung des Kapitalmarktes in verschiedene Segmente. Als wichtige Assetklassen lassen sich etwa Aktien, Anleihen, Geldmarkt und Immobilien voneinander unterscheiden. Diese Assetklassen werden oft in weitere Unterklassen eingeteilt. Durch die Kombination verschiedener Assetklassen mit geringer Korrelation lässt sich das Risiko eines Gesamtportfolios deutlich verringern. Im Bereich der geschlossenen Fonds wird unterschieden z. B. zwischen Immobilien, Flugzeugen, Schiffen, Erneuerbaren Energien oder Zweitmarkt-Lebensversicherungen.
Assetmanager
Der englische Begriff Assetmanagement steht für die professionelle Vermögensverwaltung. Neben einer beratenden Funktion trifft der Assetmanager direkt Entscheidungen darüber, wie ein vermögender Anleger sein Geld investiert. Im Immobilienbereich steuert und kontrolliert er alle Maßnahmen, die den Wert eines einzelnen Objektes beziehungsweise eines Immobilienportfolios beeinflussen. Somit gehört es zu seinen Aufgaben, dafür zu sorgen, dass der Wert der Immobilien gleich bleibt oder steigt, zumindest aber nicht sinkt, indem er für die Instandhaltung sorgt oder Mieterhöhungen durchsetzt.
AStG
Außensteuergesetz.
Auseinandersetzungsguthaben
Im Falle seines Ausscheidens aus einer Beteiligungsgesellschaft – etwa im Rahmen einer Kündigung des Beteiligungsverhältnisses – hat der Anleger regelmäßig Anspruch auf das sogenannte Auseinandersetzungsguthaben. Der Gesellschaftsvertrag der Beteiligungsgesellschaft enthält Regelungen zur Höhe des  Auseinandersetzungsguthabens. Es orientiert sich an dem anteilig auf den Anleger entfallenden Wert des Gesellschaftsvermögens (in Abhängigkeit der Zielfonds-Verwertung) entsprechend seiner prozentualen Beteiligung am Eigenkapital der Gesellschaft. Der Gesellschaftsvertrag enthält Bestimmungen über den Wertansatz der Vermögensgegenstände, den Zeitpunkt der Berechnung und die Auszahlungsmodalitäten des Auseinandersetzungsguthabens.
Ausgabeaufschlag
Siehe Agio.
Ausschüttung
Auszahlung
Vorhandene Liquiditätsüberschüsse der Beteiligungsgesellschaft, also sowohl Überschüsse aus der laufenden Bewirtschaftung von Fondsobjekten wie auch Erlöse aus deren Veräußerung, werden nach den Bestimmungen des Gesellschaftsvertrages an die Gesellschafter ausgeschüttet. Maßgeblich ist hierbei regelmäßig das Verhältnis der Kommanditbeteiligung eines Anlegers zum gesamten Kommanditkapital der Beteiligungsgesellschaft.
Häufig beschließt die Gesellschafterversammlung auf Vorschlag der Geschäftsführung über die Vornahme und die tatsächliche Höhe einer Auszahlung. Die Barauszahlung kann vom handelsrechtlichen Ergebnis der Beteiligungsgesellschaft bzw. den gebildeten Gewinnrücklagen abweichen.
BNach oben
BaFin
Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht.
Seit Juli 2005 ist die Einreichung des Verkaufsprospekts bei der BaFin vor Beginn des öffentlichen Angebotes Pflicht. Diese Verkaufsprospekte unterliegen der formalen Kontrolle durch die BaFin. Eine Prüfung auf inhaltliche Richtigkeit findet nicht statt. Die ursprünglich in diesem Zusammenhang geltende Verkaufsprospektverordnung wurde ersetzt durch das Vermögensanlagengesetz, welches seit dem 1. Juni 2012 die Prüfung der Erfüllung der gesetzlichen Mindestanforderungen, der Verständlichkeit und der Kohärenz des Verkaufsprospekts durch die BaFin vorsieht.
Beirat
Ein aus mehreren Personen bestehendes Gremium, das von der Gesellschafterversammlung gewählt wird. Er berät und kontrolliert die Geschäftsführung der Beteiligungsgesellschaft und vertritt dadurch die Interessen der Anleger.
Beitrittserklärung
Vereinbarung, durch die der Anleger der Beteiligungsgesellschaft beitritt. Der Beitritt des Anlegers wird erst mit der Annahme durch den Treuhänder wirksam.
Betriebskosten
Kosten, die nach Abschluss der Investitionsphase während des laufenden Betriebes eines Unternehmens anfallen. Dazu zählen im Einzelnen Kosten für Personal, Ausrüstung, Reparaturen, Versicherungen etc.
BFH
Bundesfinanzhof.
Oberstes deutsches Finanzgericht in Steuer- und Zollangelegenheiten mit Sitz in München.
BGBl
Bundesgesetzblatt.
Öffentliches Verkündungsblatt der Bundesrepublik Deutschland, herausgegeben vom Bundesministerium der Justiz. Bundesgesetze werden erst gültig mit Verkündung im BGBl (nicht konstitutiv, daher auch rückwirkende Gültigkeit).
Biomasse
Erneuerbare Energieart, bei der Energie (Elektrizität, Wärme) aus Verbrennungs- und Vergasungsprozessen von organischen Substanzen, wie z. B. Altholz, Futtermittelabfälle, Gülle etc. gewonnen wird.
BIP
Blind Pool
Bei Beteiligungsgesellschaften, deren genaue Investitionsobjekte zum Zeitpunkt der Prospektherausgabe noch nicht feststehen, handelt es sich um sogenannte Blind Pools. Das Vertragswerk enthält jedoch Anlagekriterien, die beim Erwerb der Investitionsobjekte zu beachten sind. Hierdurch gewinnt der Anleger einen Eindruck von der Art der zu erwerbenden Fondsobjekte.
Blind-Pool-Fonds
Private-Equity-Fonds sind typischerweise „Blind-Pool“-Fonds.
BMF
Bundesministerium der Finanzen.
Oberste deutsche Finanzbehörde mit Sitz in Berlin und Bonn. Das BMF führt unter anderem die Rechts- und Fachaufsicht über die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) und die Bundesanstalt für vereinigungsbedingte Sonderaufgaben. Zum Aufgabenbereich des BMF zählen sowohl die Bereiche Zölle und Steuern als auch die nationale, internationale und die EU-Finanz-, Währungs- und Wirtschaftspolitik.
Bruttoinlandsprodukt (BIP)
Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist ein Maß für die wirtschaftliche Leistung einer Volkswirtschaft in einem bestimmten Zeitraum.
bsi Bundesverband Sachwerte und Investmentvermögen e. V.
Der bsi Bundesverband Sachwerte und Investmentvermögen e.V. ist die Interessenvertretung der Unternehmen, die Sachwerte verwalten und deren Tätigkeit im direkten Zusammenhang mit dem Kapitalanlagegesetzbuch (KAGB) steht. Dazu zählen Kapitalverwaltungsgesellschaften (KVG), Verwahrstellen, Auslagerungsunternehmen sowie rechtliche, steuerliche und betriebswirtschaftliche Berater. (Quelle: www.sachwerteverband.de, Stand November 2013)
BStBl
Bundessteuerblatt.
Es handelt sich um Veröffentlichungen des Bundesministeriums der Finanzen und der obersten Finanzbehörden der Länder sowie Veröffentlichungen über Entscheidungen des Bundesfinanzhofes.
Businessplan
Geschäftsplan eines Unternehmens, in dem die Vorhaben, Ziele und Wege, um diese zu erreichen, aufgeführt und beziffert werden.
Buy-out
Unternehmensübernahme durch Finanzinvestoren oder das eigene Management.
CNach oben
Cashflow
Beim Cashflow (auch Kapitalflussrechnung oder Selbstfinanzierungskraft) handelt es sich um eine Kennzahl, mit deren Hilfe man die Zahlungskraft eines Unternehmens beurteilen kann. Der Cashflow stellt den Zahlungsmittelüberschuss dar, welcher insbesondere aus dem Jahresabschluss und der Gewinn- und Verlustrechnung eines Unternehmens abgeleitet wird.
Charter, Charterrate, Chartervertrag
Überlassung eines Schiffes gegen Bezahlung einer Miete („Charterrate“). Ein auf eine bestimmte Zeit fest abgeschlossener Chartervertrag wird auch als Festchartervertrag bezeichnet. Dabei ist die vom Mieter („Charterer“) an den Vermieter zu zahlende Charterrate – sie ist üblicherweise in US-Dollar pro Tag angegeben – für die Laufzeit fest vereinbart. Der Charterer versucht wiederum, das von ihm angemietete Schiff durch eine möglichst hohe Auslastung gewinnbringend zu nutzen. Eine lange Festcharter hat für den Vermieter – bei einer Schiffsbeteiligung für die Anleger – den Vorteil, dass eine hohe Einnahmensicherheit gegeben ist. Voraussetzung dafür ist aber eine gute Bonität des Charterers.
Core-Immobilie
Bei Core-Immobilien handelt es sich um Objekte, die sich durch eine sehr gute Lage sowie eine erstklassige Bauqualität und Ausstattung auszeichnen. Die Objekte sind in der Regel langfristig an Nutzer mit hervorragender Bonität vermietet. Core-Immobilien stellen aufgrund ihrer Eigenschaften vergleichsweise sichere Anlagen dar. Durch die hohe Investorennachfrage haben sie sich zu einem knappen Gut entwickelt.
DNach oben
Dachsfonds-Investitionen
Investition in einen Dachfonds, der in mehrere Zielfonds investiert, die jeweils an einem oder mehreren Zielunternehmen beteiligt sind.
DBA
Direktkommanditist
Disagio
Disagio bezeichnet einen Abschlag vom Nennwert oder der Parität, der bei Ausreichung eines Kredits oder Ausgabe eines Wertpapiers oder von Geldsorten vereinbart werden kann. Das Disagio wird in der Regel in Prozent angegeben. Grund eines Disagios ist die Vereinbarung eines niedrigen Zinssatzes, wodurch die spätere Belastung bei der Rückzahlung geringer gehalten werden kann. Außerdem kann der Betrag des Disagios im Jahr der Auszahlung und bei Erfüllung der Rahmenbedingungen steuerlich geltend gemacht werden.
Diversifikation
Streuung des Vermögens über verschiedene Assetklassen und Investitionsobjekte zur Senkung des Risikos im Rahmen der nachhaltigen Erzielung einer hohen Rendite bzw. zur Schaffung eines möglichst sicheren bzw. ausgewogenen Investitionsprofils. Siehe auch Asset Allocation.
Doppelbesteuerungsabkommen (DBA)
Bilateraler Vertrag zwischen zwei Staaten in dem geregelt wird, in welchem Umfang den Vertragsstaaten das Recht zur Besteuerung der in ihrem Hoheitsgebiet erzielten Einkünfte zusteht.

Ein Doppelbesteuerungsabkommen soll vermeiden, dass natürliche und juristische Personen, die in beiden Staaten Einkünfte erzielen, in beiden Staaten – also doppelt – besteuert werden.
Due Diligence
Detaillierte Untersuchung, Prüfung und Bewertung eines potenziellen Beteiligungsunternehmens als Grundlage für die Investitionsentscheidung.
ENach oben
Effektivzins
Die Effektivverzinsung gibt die reale Verzinsung – nach Abzug aller Nebenkosten wie Gebühren etc. – eines Investments an. Gegenteil: Nominalverzinsung.
Einkaufsfaktor
Faktor, zu dem eine Beteiligung eingekauft wird, ausgedrückt als Vielfaches des von dem Zielunternehmen erreichten EBITDA (Earnings Before Interest, Taxes, Depreciation and Amortization = ordentliches Betriebsergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen).
Einkunftserzielungsabsicht
Beschreibt die Intention des Anlegers, langfristig einen positiven steuerlichen Überschuss der Einnahmen über die Ausgaben zu erzielen (sogenannter Totalüberschuss). Das Vorliegen der Einkunftserzielungsabsicht ist die Voraussetzung für die Annahme eines steuerlich relevanten Vorgangs, im Gegensatz zur steuerlich unbeachtlichen „Liebhaberei“.
Einlage
Bei der Einlage, oder auch Pflichteinlage, handelt es sich um den Kapitalbetrag, den der Anleger im Rahmen seiner Beteiligung an einer Beteiligungsgesellschaft in diese einzuzahlen hat. Die Einlage entspricht seiner nominalen Zeichnungssumme (Nominalbeteiligung). Von der Pflichteinlage zu unterscheiden ist die Haftsumme eines Anlegers. Diese kann von der Höhe der Einlage abweichen. Das Agio ist vom Anleger zusätzlich zu seiner Einlage zu leisten.
Emissionshaus
Das Emissionshaus, oder auch der Anbieter oder Initiator, stellt im Rahmen eines Emissionsprospekts die Eckdaten eines geschlossenen Fonds detailliert dar.
Emissionsprospekt
Der Emissionsprospekt enthält die Vertragsbedingungen des Fonds und alle Angaben von wesentlicher Bedeutung, die für die Beurteilung der Investmentanlage wichtig sind. Er muss dem Anleger grundsätzlich vor dem Erwerb von Fondsanteilen ausgehändigt werden. Der Emissionsprospekt ist seit dem 1. Juli 2005 einer formalen Prospektprüfung durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungen (BaFin) zu unterziehen.
Emittent
Ein Emittent (Aussteller) gibt entweder im eigenen Namen oder für Dritte Fondsanteile oder Wertpapiere aus.
Equity
Eigenkapital.
ErbStG
Erbschaft- und Schenkungsteuergesetz.
Ertragsvolatilität
Die Ertragsvolatilität bezeichnet das Risikomaß, mit dem die über einen festgelegten Zeitraum durchschnittliche Schwankung der Erträge um ihren Mittelwert gemessen wird.
EStG
Einkommensteuergesetz.
EuGH
Europäischer Gerichtshof. Oberstes Gericht der Europäischen Union mit Sitz in Luxemburg.
Euribor
European Interbank Offered Rate. Es handelt sich dabei um den Zinssatz, den europäische Banken beim Handel von Einlagen mit einer festgelegten Laufzeit von einer Woche sowie zwischen einem und zwölf Monaten untereinander verlangen. Er ist bei variabel verzinslichen Euro-Anleihen der wichtigste Referenzzinssatz.
Exit
Steigt ein Investor aus einer Beteiligung aus indem er seinen Anteil veräußert, handelt es sich um einen Exit. Die Veräußerung kann auf verschiedenen Wegen erfolgen.
FNach oben
Family Office
Gesellschaften, die private Großvermögen verwalten, werden Family Offices genannt.
Finanzierungs- und Investitionsplan
Fondsobjekt
Unter Fondsobjekt versteht man den Investitionsgegenstand eines geschlossenen Fonds, z. B. eine Immobilie („Fondsimmobilie“), ein Flugzeug, ein Schiff, Erneuerbare-Energien-Projekte etc.
Fondsschließungsgarantie
Voraussetzung für die Realisierung des Investitions- und Finanzierungsplans ist die Einwerbung der Anlegergelder. Kann das notwendige Eigenkapital nicht eingesammelt werden, ist die Realisierung des gesamten Investitionsvorhabens gefährdet.

Die Fondsschließungsgarantie stellt sicher, dass die Investition wie geplant ausgeführt wird, auch wenn noch nicht alle Fondsanteile gezeichnet sind. Die Werthaltigkeit der Fondsschließungsgarantie hängt von der Bonität des Garanten (i. d. R. der Initiator) ab. Dieser übernimmt die restlichen Fondsanteile oder stellt der Fondsgesellschaft Darlehen zur Verfügung.
Fotovoltaik
Erzeugung von elektrischem Strom aus Sonnenenergie. In Solarzellen werden unter Zufuhr von Licht oder Wärme positive und negative Ladungsträger freigesetzt (Fotoeffekt) und so Gleichstrom erzeugt, der direkt Motoren antreiben oder Akkus aufladen kann.
Funds of funds
Ein Investmentfonds, bei dem nicht direkt in Wertpapiere investiert, sondern ein Portfolio anderer Investmentfonds gehalten wird.
Fungibilität
Als Fungibilität wird die Handelbarkeit, also die Veräußerbarkeit von Anteilen (z. B. an geschlossenen Beteiligungsfonds) bezeichnet. Da bei Anteilen an geschlossenen Beteiligungsfonds kein öffentlicher Markt im Sinne einer Börse besteht, ist die Handelbarkeit im Vergleich zu Aktien und börsennotierten Wertpapieren deutlich eingeschränkt. Der Handel mit Anteilen ist jedoch über einen Zweitmarkt möglich, auf dem Anteile geschlossener Fonds gekauft und veräußert werden können.
GNach oben
Geothermie
Erdwärme, die im oberen (zugänglichen) Teil der Erdkruste gespeicherte Wärme, zählt zu den regenerativen Energien. Kann sowohl direkt (z. B. zum Heizen und Kühlen mittels Wärmepumpen) als auch indirekt (zur Erzeugung von elektrischem Strom oder in einer Kraft-Wärme-Kopplung) genutzt werden.
Gesamtkapitalrendite
Die Gesamtkapitalrendite gibt den Prozentbetrag (Rendite) an, der mit dem gesamten eingesetzten Kapital einer Investition erwirtschaftet wurde.
Geschlossener Fonds
Bei einem geschlossenen Fonds handelt es sich um eine Kapitalanlageform. Anders als bei offenen Fonds sind der Investitionsgegenstand und das Investitionsvolumen bei geschlossenen Fonds bereits vorher fixiert und somit die Anzahl der Anleger eingeschränkt. In der Regel wird der Fonds nach dem Platzierungs- oder Emissionszeitraum, wenn das benötigte Eigenkapital der Anleger erworben wurde, durch den Fondsinitiator geschlossen. Danach kann nicht mehr investiert werden. Wer einen Anteil an einem geschlossenen Fonds erwirbt, wird Unternehmer mit allen Chancen und Risiken. Geschlossene Fonds sind im Regelfall als Kommanditgesellschaft in Form einer GmbH & Co. KG organisiert. Geschlossene Fonds unterliegen den Regelungen von HGB und GmbH-Gesetz.
Geschäftsbesorgungsvertrag
Dienst- oder Werkvertrag, durch den sich der Beauftragte zur entgeltlichen Besorgung eines ihm von dem Auftraggeber übertragenen Geschäfts verpflichtet. Die Fondsgesellschaft überträgt dem Geschäftsbesorger die mit ihrem gewöhnlichen Geschäftsbetrieb verbundenen laufenden Geschäfte. Die Geschäftsbesorgung erstreckt sich auf alle Geschäfte und Maßnahmen, die dem Betriebsablauf und dem Zweck der Gesellschaft dienen.
Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR, BGB-Gesellschaft)
Eine Vereinigung von (natürlichen oder juristischen) Personen, die sich durch einen Gesellschaftsvertrag gegenseitig verpflichten, die Erreichung eines gemeinsamen Zwecks in der durch den Vertrag bestimmten Weise zu fördern, insbesondere die vereinbarten Beiträge zu leisten. Die Gesellschaft bürgerlichen Rechts ist bei geschlossenen Immobilienfonds gelegentlich anzutreffen.
Gesellschaftsvertrag
Der Gesellschaftsvertrag regelt die Belange der Gesellschaft wie Name, Sitz, Zweck, Rechtsform, Dauer, Gründungsgesellschafter, Höhe des Eigenkapitals, Stückelung der Kapitalanteile, Höhe der Mindestbeteiligung, Einzahlungsmodalitäten, Finanzierungs- und Investitionsplan, Ergebnisverteilung, Vermögensbeteiligung, Regelungen zur Gesellschafterversammlung, Geschäftsführung und Beendigung des Gesellschaftsverhältnisses. Der Gesellschaftsvertrag stellt damit das wesentliche Vertragswerk im Rahmen der Anlegerbeteiligung an der Beteiligungsgesellschaft dar und ist im Emissionsprospekt vollständig abgedruckt.
Gewinnerzielungsabsicht
GewStG
Gewerbesteuergesetz.
Grunddienstbarkeit
Eine Belastung eines Grundstücks zugunsten des Eigentümers eines anderen Grundstücks (des herrschenden Grundstücks) in der Weise, dass dieser das belastete Grundstück in einzelnen Beziehungen nutzen kann (z. B. Wegerecht) oder dass auf diesem Grundstück bestimmte Handlungen nicht vorgenommen werden dürfen.
Grunderwerbsteuer
Verkehrssteuer, die auf den Grundstückserwerb erhoben wird. Grundsätzlich fällt die Grunderwerbsteuer bereits für den schuldrechtlichen Vorgang an. Die Steuer bemisst sich nach dem Wert der Gegenleistung, d. h. in der Regel nach dem Kaufpreis. Die Steuer beträgt 3,5 % von der Bemessungsgrundlage (Kaufpreis).
HNach oben
Haftsumme
Die Haftsumme beschreibt den Betrag, mit dem der Gesellschafter einer Kommanditgesellschaft in das Handelsregister eingetragen wird und mit dem der Gesellschafter im Außenverhältnis für Verluste und Schulden der Gesellschaft haftet. Die Haftsumme kann von der Höhe der Einlage abweichen, da ein niedrigerer Betrag als Haftsumme in das Handelsregister eingetragen werden kann.
Haftung
Für Kommanditisten ist die Haftung gegenüber Gläubigern der Kommanditgesellschaft auf die im Handelsregister eingetragene Haftsumme begrenzt. Wurde vom Kommanditisten eine Einlage mindestens in Höhe der eingetragenen Haftsumme an die Beteiligungsgesellschaft geleistet, erlischt eine über diese Haftsumme hinausgehende persönliche Haftung dieses Kommanditisten. Das Risiko des Anlegers ist damit auf die tatsächlich geleistete Einlage begrenzt. Die Haftung lebt jedoch wieder auf, wenn die Einlage z. B. durch nicht erwirtschaftete Ausschüttungen an den Kommanditisten zurückgezahlt wird und dadurch sein Kapitalkonto unter die im Handelsregister eingetragene Haftsumme gemindert wird.
INach oben
IDW S4
Immobilienfonds
Beteiligungsstruktur, bei der eine Beteiligungsgesellschaft eine oder mehrere Immobilien erwirbt oder besitzt. Als Kommanditisten oder Treugeber der Beteiligungsgesellschaft profitieren die Gesellschafter von den wirtschaftlichen und steuerlichen Ergebnissen der Immobilien (Mieteinnahmen). Man unterscheidet zwischen offenen und geschlossenen Immobilienfonds.
Indexierung (Mietvertrag)
Die Indexmiete ist eine variable Miete für ein Objekt (Wohnung, Gewerberaum). Der Mietpreis ist nicht dauerhaft auf einen festen Wert bestimmt, sondern wird ausgehend von einer Basismiete nach bestimmten, von beiden Vertragsparteien nachvollziehbaren Parametern verändert. Zumeist wird die Miete an den Index der Lebenshaltungskosten gekoppelt, veröffentlicht vom Statistischen Bundesamt. Verändert sich der Index, so verändert sich die Höhe der Mieten entsprechend, sofern eine hundertprozentige Indexierung vereinbart wurde. Wurde die Indexierung nur für einen bestimmten Prozentsatz (z. B. 70 Prozent) vereinbart, so erfolgt die Anpassung der Mieten nur prozentual.
Inflationsrate
Maß für den Anstieg der Lebenshaltungskosten. Die Inflationsrate drückt aus, um wie viel Prozent die Preise für einen breiten „Warenkorb" innerhalb eines bestimmten Zeitraums, beispielsweise eines Jahres, gestiegen sind.
Initiator
Siehe Anbieter.
Institutionelle Investoren
Institutionelle Anleger sind z. B. Banken, Versicherungen, Pensionsfonds und Stiftungen.
Interner Zinsfuß (IRR)
Die interne Zinsfußmethode (IRR, Internal Rate of Return) ist eine finanzmathematische Methode, um die Wirtschaftlichkeit einer Investition zu überprüfen. Im Gegensatz zur „Wertpapierverzinsung“ gibt sie die Verzinsung des durchschnittlich gebundenen Kapitals wieder. Vorteilhaft (und daher einen positiven Kapitalwert liefernd) ist das Projekt immer dann, wenn der Kalkulationszinssatz niedriger ist als der interne Zins, unvorteilhaft in dem Falle, wenn der Kalkulationszinssatz höher liegt.
Investitions- und Finanzierungsplan
Im Investitions- und Finanzierungsplan sowie in der Prognoserechnung werden die wesentlichen zahlenmäßigen Eckdaten eines geschlossenen Beteiligungsfonds abgebildet. Sie erfassen das gesamte angenommene Investitionsvolumen der Beteiligungsgesellschaft (Mittelherkunft und Mittelverwendung).
InvSt
Investmentsteuergesetz.
JNach oben
Joint Venture
Bei einem Joint Venture (deutsch: Gemeinschaftsunternehmen) handelt es sich um eine Kooperation von mehreren Gesellschaften.
KNach oben
Kapitalkonto
Dient bei Personengesellschaften dem Ausweis des Eigenkapitals individuell für jeden Gesellschafter und spiegelt die Bewegungen der Kapitaleinzahlungen, zugewiesene Gewinn- bzw. Verlustanteile sowie Auszahlungen bzw. weitere Einlagen wider.
Kapitalmarktzins
Hierbei handelt es sich um den Zinssatz für mittel- und langfristige Kapitalanlagen, der meist höher liegt als der Geldmarkt-Zinssatz für kurzfristige Anlagen.
KG
Abkürzung für Kommanditgesellschaft (KG).
Kommanditgesesellschaft (KG)
Die Rechtsform der Kommanditgesellschaft ist nach deutschem Handelsrecht eine Personengesellschaft, bei der die Haftung bestimmter Gesellschafter (Kommanditisten) gegenüber den Gesellschaftsgläubigern auf die im Handelsregister eingetragene Haftsumme begrenzt ist, während bei anderen Gesellschaftern (Persönliche haftende Gesellschafter, Komplementäre) eine solche Haftungsbeschränkung nicht besteht. Die Rechtsform der GmbH & Co. KG wird bei der Strukturierung geschlossener Beteiligungsfonds sehr häufig verwendet, da sich die Anleger mit einem vorab bekannten, maximalen Haftungsrisiko als Kommanditisten an der Beteiligungsgesellschaft beteiligen können.
Kommanditist
Als Kommanditist wird der beschränkt haftende Gesellschafter einer Kommanditgesellschaft bezeichnet. Das Haftungsrisiko des Kommanditisten für Verluste und Schulden der Beteiligungsgesellschaft ist auf die von ihm übernommene und auch tatsächlich geleistete Hafteinlage bzw. Haftsumme begrenzt.
Komplementär
Der voll haftende Gesellschafter einer Kommanditgesellschaft, dessen Haftung nicht auf die von ihm übernommene Kapitalbeteiligung begrenzt ist, sondern sich auf sein gesamtes Betriebs- und Privatvermögen erstreckt (auch Persönlich haftender Gesellschafter). Sofern nicht im Gesellschaftsvertrag der Kommanditgesellschaft etwas anderes geregelt ist, übernimmt der Komplementär nach den gesetzlichen Bestimmungen die Geschäftsführung der Gesellschaft.
Korrelation
Die Korrelation misst die Beziehung, die die Wertentwicklungen zweier verschiedener Investitionen untereinander haben. Sie ist somit eine Gradzahl, mit der sich zwei oder mehr unabhängige Anlagen in die gleiche Richtung in Reaktion auf ein vorgegebenes Ereignis hinbewegen. Wenn die Preise zweier Anlagen sich ständig in dieselbe Richtung mit gleichem Aufschlag bewegen, sind sie vollständig korreliert. Der Korrelations-Koeffizient (Messzahl) bewegt sich zwischen plus 1,0 für Investitionen, deren Wertentwicklung absolut gleich verläuft, und minus 1,0 für Investitionen, deren Wertentwicklung absolut gegensätzlich verläuft. Investitionen mit einer Korrelation von 0 haben keinerlei Übereinstimmung in der Entwicklung. Wichtig ist die Korrelation im Hinblick auf das Vermögensportfolio. Portfolios, die Anlagen mit geringer Korrelation kombinieren, bieten eine bessere Risikostreuung und ein vermindertes Risiko, ohne dabei den potenziellen Gesamtertrag des Portfolios zu verringern.
LNach oben
Laufzeit
Die Laufzeit bezeichnet den Zeitraum von der Auflegung bis zur Auflösung eines Fonds. Über die Laufzeit bindet sich der Anleger an die Beteiligung. Nach dem Ende der Laufzeit wird das Objekt verkauft und der Erlös an die Anleger ausgezahlt. Ist die Laufzeit nicht bereits zu Beginn im Gesellschaftsvertrag fixiert, entscheidet die Gesellschafterversammlung über den Zeitpunkt der Auflösung des Fonds. Die Laufzeit eines geschlossenen Fonds kann Jahre bis Jahrzehnte betragen.
Leistungsbilanz
Leistungsbilanzen sind jährlich von Fondsinitiatoren vorzunehmende Darstellungen, in denen Entwicklung und Ergebnisse der aufgelegten Fonds dokumentiert werden. Zentraler Bestandteil von Leistungsbilanzen ist der „Soll-/Ist-Vergleich“. In diesem werden die jeweils durch den Fonds erzielten Ergebnisse, insbesondere Auszahlungen, Miet- oder Chartereinnahmen etc. (Ist) den im Verkaufsprospekt prognostizierten Werten (Soll) gegenübergestellt. Der VGF Verband Geschlossene Fonds e. V. hat die Grundsätze und Leitlinien zur Erstellung von Leistungsbilanzen für geschlossene Fonds vorgelegt.
Leverage
Wörtliche Übersetzung: 1. Hebelwirkung, Verhältnis von Fremd- zu Eigenkapital, Fremdkapitalaufnahme, Einfluss (Finanzbereich), 2. Macht, politischer Hebel (Politik), 3. Fremdkapitalaufnahme, Verhältnis von Obligationen und Vorzugsaktien zu Stammaktien (Börse).
Libor
London Interbank Offered Rate. Dies ist der tägliche Referenzzinssatz aus dem Londoner Handel zwischen Banken.
Liebhaberei
Liebhaberei wird von der Finanzverwaltung angenommen, wenn der Steuerpflichtige eine Tätigkeit ohne Gewinnerzielungsabsicht ausübt. Qualifiziert die Finanzverwaltung eine Tätigkeit als Liebhaberei, wird die Tätigkeit der privaten Lebensführung zugeordnet. Damit können erzielte Verluste steuerlich nicht mehr geltend gemacht werden. Verluste, die bereits vor der Umqualifizierung der unternehmerischen Tätigkeit in einen Liebhabereibetrieb erzielt wurden, können als nachträgliche Betriebsausgaben angesetzt werden, falls eine Verrechnung der Verluste mit dem Aktivvermögen des Unternehmens mangels Masse nicht möglich war.
Liquidität
Liquidität meint die Verfügbarkeit von ausreichend Zahlungsmitteln, um Transaktionen durchführen zu können.
Liquiditätsreserve
Die freie Liquidität eines geschlossenen Beteiligungsfonds wird in der „Liquiditätsreserve“ gehalten. Eine Liquiditätsreserve wird im Rahmen geschlossener Beteiligungsfonds regelmäßig in die Fondskonzeption und Prognoserechnung eingearbeitet, um dem Fonds einen finanziellen Spielraum für unvorhergesehene Ereignisse – z. B. den Ausfall von Mietzahlungen oder den unerwarteten Eintritt von Reparaturaufwendungen – zu verschaffen. Die Anlage der Liquiditätsreserve erfolgt üblicherweise in kurzfristig verfügbaren Kapitalanlagen wie beispielsweise Termingeldern, Geldmarktfonds oder festverzinslichen Wertpapieren.
MNach oben
Metropolregion
Dicht verstädtertes Gebiet, das sich um eine zentrale, die Wirtschaft des jeweiligen Raumes prägende Großstadt erstreckt.
Mezzanine-Kapital
Bei Mezzanine-Kapital handelt es sich um eine Mischform zwischen Eigen- und Fremdkapital, die zeitlich befristet zur Verfügung gestellt wird. Es wird einem Unternehmen zugeführt, ohne den Kapitalgebern die gleichen Stimm- oder Einflussnahmerechte wie den echten Gesellschaftern zu gewähren. Die Kapitalgeber erhalten feste Zinszahlungen, Tilgungen und erfolgsabhängige Vergütungen.
Mindestbeteiligung, Mindestbeteiligungssumme
Eine Person, die sich an einem Fonds beteiligen möchte, muss in der Regel eine gewisse Mindestsumme in den Fonds einbringen. Dieser festgelegte Betrag wird Mindestbeteiligungssumme genannt.
NNach oben
Nachsteuerrendite
Im Gegensatz zur Rendite/Effektivzins bezeichnet die Nachsteuerrendite die Rendite der Beteiligung in Abhängigkeit vom persönlichen Steuersatz des Anlegers und unter Einbeziehung der tatsächlichen Steuereffekte (Steuerzahlungen und Steuererstattungen aufgrund der steuerlichen Ergebnisanteile aus der Fondsbeteiligung).
NAV
Siehe Net Asset Value (NAV).
Nebenkosten
Nebenkosten sind vom Nutzer zu zahlende Bewirtschaftungskosten eines Objekts bzw. Projekts. Bei einem Immobilienfonds sind das beispielsweise die neben der Miete/Pacht vom Mieter zu zahlenden Verwaltungsgebühren, Versicherungen, Müllabfuhr- und Straßenreinigungsgebühren, Hausmeisterkosten und Hausreinigungskosten etc. Je nach Marktmacht des Nutzers sind auch Verträge denkbar, in denen der Ausschluss von bestimmten Nebenkosten vereinbart wird, sodass diese Nebenkosten beim Anbieter verbleiben. In der Prognoserechnung muss dann eine entsprechende Position „Nicht umlagefähige Nebenkosten“ unter Ausgaben kalkuliert werden.
Net Asset Value (NAV)
Der „Net Asset Value“ (deutsch: Nettoinventarwert, Nettovermögenswert) ist eine internationale Kennzahl zur Bewertung von Immobiliengesellschaften. Diese ergibt sich aus dem zu Marktpreisen bewerteten Vermögen abzüglich der Verbindlichkeiten der Gesellschaft. Der NAV wird auch als innerer oder Substanzwert bezeichnet.
Nominalbeteiligung
Siehe Einlage.
Nutzungsdauer
Zeitspanne, in der sich ein Vermögenswert planmäßig abnutzt.
ONach oben
Objektgesellschaft
Rechtsgebilde, über das die Investition – z. B. Erwerb eines Grundstücks/einer Immobilie etc. – erfolgt.
PNach oben
Performance
Die Performance gibt die prozentuale Wertentwicklung eines Fonds während eines bestimmten Zeitraums wieder. Je höher die Performance ausfällt, desto mehr Erlös kann der Anleger erwarten. Aussagekräftig ist aber zumeist nur die langfristige Performance über mehrere Jahre. Meist wird zum Vergleich ein sogenannter Benchmark als Referenz genommen, um die Performance im Vergleich zum Gesamtmarkt oder zu einzelnen Branchen darzustellen.
Persönlich haftender Gesellschafter
Pflichteinlage
Siehe Einlage.
Platzierungsgarantie
Platzierungsvolumen
Das Platzierungsvolumen ist das Volumen an Eigenkapital, das von Anlegern in einen Fonds eingebracht wird.
Portfolio
Das Portfolio (auch: Portefeuille, Wertpapierbestand) bezeichnet einen Teil oder die Gesamtheit der Kapitalanlagen (z. B. Wertpapiere, Fondsanteile) einer natürlichen oder juristischen Person.
Portfoliotheorie
Teilgebiet der Finanzierung, in dem das Investitionsverhalten an Kapitalmärkten analysiert wird. Geht im Wesentlichen auf eine Veröffentlichung von Dr. Harry M. Markowitz zurück („Portfolio Selection: Efficient Diversification of Investments“, Yale, 1959).
Private Equity
Private Equity bezeichnet die Beteiligung eines Investors am Eigenkapital von Unternehmen. Private Equity kann in unterschiedlichen Phasen der Unternehmensentwicklung zur Verfügung gestellt werden. Der Investor realisiert seinen Wertzuwachs durch Veräußerung seiner Beteiligung.
Private Placement
Beteiligung an einer Gesellschaft, die lediglich für Einzelanleger oder wenige private Investoren vorgesehen ist. Vergleiche Publikumsfonds.
Private-Equity-Fonds
Private Equity (Privates Beteiligungskapital) ist der englische Begriff für das von Privatanlegern beschaffte Beteiligungskapital im Unterschied zum Public Equity, welches das an der Börse beschaffte Kapital darstellt. Das Geschäftsmodell von Private-Equity-Gesellschaften besteht in der Übernahme von Firmen oder Beteiligungen an Firmen, die in der Regel als unterbewertet eingestuft werden. Die als Finanzinvestoren auftretenden Gesellschaften sind nicht an einer strategischen Investition interessiert, sondern verfolgen lediglich das Ziel der Geldanlage mit einer möglichst hohen Rendite. Der geschlossene Private-Equity-Fonds ist meist ein Dachfonds, der seinerseits in verschiedene Private-Equity-Zielfonds investiert.
Property Manager
Der Property Manager übernimmt im Auftrag eines Immobilieneigentümers die Bewirtschaftung der Immobilie. Insbesondere zählt das Management der Wirtschaftlichkeit eines Gebäudes zu seinen Aufgaben.
Prospektgutachten gemäß IDW-Standard
Ein von unabhängigen Wirtschaftsprüfern erstelltes Gutachten, das eine materielle Prüfung der Inhalte des Verkaufsprospektes enthält. Richtlinien hierfür sind in einem vom Institut der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e. V., Düsseldorf, herausgegebenen Standard (IDW S 4) zusammengefasst.
Public-Private-Partnership
Public-Private-Partnership (Abkürzung PPP) ist ein Sammelbegriff für jegliche Art des kooperativen Zusammenwirkens von Hoheitsträgern mit privaten Wirtschaftssubjekten. PPP wird überwiegend als eine besondere Art der funktionalen Privatisierung angesehen und beinhaltet in diesem Zusammenhang die Hinzuziehung privater Wirtschaftssubjekte bei der staatlichen Aufgabenerfüllung unter Beibehaltung der hoheitlichen Erfüllungsverantwortung. Die finanzielle Realisierung von PPP-Projekten geschieht häufig über Fonds.
Publikumsfonds
Im Gegensatz zu Private Placements eröffnen Publikumsfonds einem großen Kreis von Anlegern eine Beteiligungsmöglichkeit.
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Ranking
Unter Ranking versteht man die Aufbereitung von Vergangenheitsdaten von Fonds mit dem Ziel, eine Rangliste zu erstellen. Die Analyse wird teilweise verfeinert, um Vergleichsmaßstäbe wie Indizes oder vergleichbare Fonds in demselben Sektor, die Schwankungsanfälligkeit oder andere Risikoparameter zu ermitteln. Diese objektiven Auswahlkriterien sollen der Erhöhung der Produktklarheit dienen, den Vergleich zu konkurrierenden Produkten vereinfachen und einen Mehrwert gegenüber dem Marktdurchschnitt verschaffen.
Rating
Mittels Fondsratings versucht man, die Qualität von Fonds zu bewerten. Für die Bewertung der Fonds werden (durch Rating-Agenturen) in der Regel quantitative Fondsgrößen (beispielsweise Rendite oder Volatilität) einer zurückliegenden Zeitperiode ausgewertet. Die Bewertungskriterien der Rating-Agenturen sind ebenso vielfältig wie das Angebot an unterschiedlichen Ratingsystemen. Grundsätzlich muss man jedoch zwischen der Erhebung und Analyse von quantitativen und qualitativen Größen unterscheiden. Fondsratings basieren stets auf Vergangenheitsdaten. Sie geben daher lediglich eine historische Leistungsbilanz und die bisherige Positionierung des Fonds im Vergleichsumfeld an.
Real Estate Investment Trust (REIT)
Bei REITs (Real Estate Investment Trusts) handelt es sich um fondsähnlich aufgebaute, börsennotierte Immobiliengesellschaften, die meist über 75 Prozent ihrer Anlagen in Immobilien halten. Diese Investitionsform wurde 1960 in den USA vom Kongress geschaffen, um der Doppelbesteuerung von Immobilieninvestitionen entgegenzuwirken. Sofern REITs mindestens 90 Prozent ihres ausschüttungsfähigen Einkommens als Dividende an die Aktionäre auszahlen, sind sie von der Steuer befreit. Die Besteuerung der Gewinne findet allein auf der Ebene der Aktionäre statt. Eine doppelte Besteuerung wird so vermieden. Die Einführung (steuer-) rechtlicher Rahmenbedingungen für REITs auch in Deutschland wird von vielen als Stärkung des Finanzplatzes Deutschland angesehen, wo dieses Kapitalanlageprodukt im Frühjahr 2007 eingeführt wurde.
REIT
Abkürzung für Real Estate Investment Trust (REIT).
Rendite/Effektivzins
Kennzahl zum Vergleich der Vorteilhaftigkeit von Kapitalanlagen. Sie bezeichnet den Gesamterfolg einer Kapitalanlage, gemessen als tatsächliche Verzinsung des eingesetzten Kapitals. Bei geschlossenen Fonds bezieht sich die Rendite auf das jeweils gebundene Eigenkapital. Die Rendite geschlossener Fonds ist nicht zu vergleichen mit der Effektivverzinsung festverzinslicher Wertpapiere. Je mehr Prognosewerte in die Renditeberechnung einfließen, desto größer wird der Gestaltungsspielraum. Haupteinflussfaktoren sind z. B. die Länge des gewählten Prognosezeitraums, die angenommene Inflationsrate, die angenommenen Konditionen einer Anschlussfinanzierung nach dem Auslaufen der ersten Festzinsvereinbarung und der geschätzte Veräußerungserlös am Ende des Prognosezeitraums.
Risikomanagement
Das Ziel eines professionellen Risikomanagements ist es, die Risiken einer Investition auf ein Minimum zu reduzieren, dabei aber die Ertragsaussichten nicht zu schmälern. Beteiligungsgesellschaften können auf eine Bandbreite an wirksamen Instrumenten zurückgreifen, die der Markt bietet, um eine möglichst große Sicherheit der Anlegergelder zu garantieren.
Risikostreuung
Siehe auch Diversifikation. Unter Risikostreuung wird die Verteilung der Anlagesumme auf mehrere Anlageformen verstanden, um so das Risiko zu mindern.
Rückabwicklung
Als Rückabwicklung bezeichnet man die Auflösung einer Fondsgesellschaft und die Erstattung der von den Anlegern gezahlten Einlagen, bevor die Gesellschaft ihre eigentliche Geschäftstätigkeit aufgenommen hat.
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Sachwertanlage
Als Sachwerte gelten Güter, die als wertbeständig eingestuft werden und so einigermaßen sicher vor Inflation sind, etwa Immobilien, Grundstücke oder Edelmetalle. Anleger haben die Möglichkeit, geschlossene Fonds als Sachwertinvestment zu nutzen.
Sale-and-lease-back-Gestaltung
Im Rahmen eines Sale-and-lease-back-Vertrags verkauft eine Organisation eine Immobilie oder auch eine Mobilie an eine Leasinggesellschaft, mietet sie aber zur weiteren Nutzung direkt wieder zurück. Bei dieser Form des „Rückmietverkaufs“ handelt es sich um eine Sonderform des Leasings, die häufig bei Flugzeugfonds zur Anwendung kommt. Das Flugzeug befindet sich dabei zunächst im Eigentum der Airline. Diese verkauft es an die Fondsgesellschaft und mietet es dann von dieser wieder zurück. Ein Sale-and-lease-Back-Vertrag besteht also aus einem Kauf- und einem Mietvertrag.
Spekulationsfrist
Die Spekulationsfrist bezeichnet den Zeitraum, in dem private Veräußerungsgewinne versteuert werden müssen. Ist diese Zeitspanne abgelaufen, sind die Erträge steuerfrei. Bei Immobilien im Privatbesitz beträgt die Spekulationsfrist in Deutschland zehn Jahre.
Start-up
Diese Unternehmen befinden sich in der Gründungsphase, im Aufbau oder haben seit kurzem die Geschäftstätigkeit aufgenommen. Finanzierungsmittel werden überwiegend für den Produktionsbeginn und für Marketing und Vertriebsaktivitäten verwendet.
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Tonnage
Begriff aus der behördlichen Schiffsvermessung zum Zweck der Gebührenerhebung oder als Maß für die Ermittlung des nutzbringenden Raumes.
Tonnagesteuer
Besteuerung von Erträgen aus Schiffsbeteiligungen. Keine Steuer im eigentlichen Sinn, sondern eine Bemessungsgrundlage, die in § 5a EStG geregelt ist. Demnach wird der Gewinn (die Bemessungsgrundlage) pauschal nach der Schiffsgröße ermittelt. Dieses Verfahren führt in der Regel zu einer deutlichen Steuerentlastung im Vergleich mit der herkömmlichen Gewinnermittlung.
Totalüberschuss
Track Record
Der Track Record bezeichnet die Erfolgs- und Erfahrungsgeschichte eines Fondsmanagers, einer Beteiligungsgesellschaft oder eines Fonds.
Treuhandkommanditist
Treuhänder
Der Treuhänder ist eine natürliche oder juristische Person, die im Außenverhältnis die volle Rechtsstellung eines Eigentümers wahrnimmt, sich jedoch im Innenverhältnis gegenüber seinem Treugeber verpflichtet, nur gemäß Treuhandvertrag über das Vermögen zu verfügen. Treuhänder können bei geschlossenen Fonds unterschiedliche Funktionen übernehmen, z. B. die Kontrolle über die ordnungsgemäße Verwendung der Anlegergelder oder die Begründung und Verwaltung der Beteiligung. In der Regel fungiert der Treuhänder als Treuhandkommanditist, d. h. er wird im Handelsregister entsprechend den gesellschaftsvertraglichen Regelungen eingetragen.
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Venture Capital
Teilbereich der Assetklasse Private Equity. Beteiligungen an Unternehmen, die sich in einer frühen Entwicklungsphase befinden.
Verband Geschlossene Fonds e. V. (VGF)
Verbraucherinformation für den Fernabsatz
Geregelt in der BGB-Informationspflichten-Verordnung. Demnach sind Anbieter von Finanz- und Versicherungsprodukten, die ihre Produkte auf dem Postweg, über Telefon, Fax oder E-Mail übersenden (Fernabsatz), zu umfassenden Informationen verpflichtet.
Verkaufsprospekt
Verlustausgleich
Kompensation von Verlusten mit Gewinnen und Überschüssen. Im Rahmen der Veranlagung zur Einkommensteuer können Verluste durch einen Verlustausgleich berücksichtigt werden.
Vermögensanlagen-Verkaufsprospektverordnung (VermVerkProspV)
Vermögensanlagen-Verkaufsprospektverordnung. Enthielt gesetzliche Regelungen für die Prospektierung von Vermögensanlagen und wurde ab Mitte 2012 durch das Vermögensanlagengesetz ersetzt. Siehe auch BaFin.
Vermögensanlagengesetz (VermAnlG)
Das Vermögensanlagegesetz ersetzt seit dem 1. Juni 2012 die VermVerkProspV und zielt auf einen verbesserten Anlegerschutz durch Regulierung des sogenannten Grauen Kapitalmarkts ab. Hierzu führt das Gesetz u. a. weitergehende Pflichten im Sinne des Gebots einer anlageobjekt- und anlegergerechten Beratung und einer umfassenden Information der Anleger ein.
Vermögensstrukturfonds
Vermögensstrukturfonds bieten die Möglichkeit, sich mit nur einer Beteiligung und einer vergleichsweise geringen Beteiligungssumme an den Assetklassen Immobilien, Mobilien, Erneuerbare Energien und Private Equity zu beteiligen. Das Konzept folgt dem Gedanken der Portfoliotheorie von Harry M. Markowitz: Durch die richtige Mischung mehrerer Kapitalanlagen – darunter Sachwertanlagen – lassen sich höhere Renditen bei sinkendem Risiko erreichen.
Veräußerungserlös
Verkaufspreis des Investitionsobjektes, z. B. einer Immobilie, eines Flugzeuges, eines Schiffs oder einer Unternehmensbeteiligung. Vom Erlös sind neben dem Restbuchwert eventuelle Maklerprovisionen oder sonstige Vergütungen und Nebenkosten abzuziehen, um den Veräußerungsgewinn zu ermitteln.
Volatilität
Maßstab, mit dem das Risiko eines Portfolios bewertet wird. Man bedient sich dazu der sogenannten statistischen Standardabweichung, die sich als die absolute Abweichung vom arithmetischen Mittelwert errechnen lässt. Sie beschreibt die Schwankungsbreite, in der sich die Erträge des Fonds wahrscheinlich bewegen. Eine hohe Volatilität bedeutet eine höhere Schwankungsbreite der zukünftig möglichen Erträge und damit eine höhere Unsicherheit bezüglich der zukünftigen Wertentwicklung. Diese größere Unsicherheit wird mit einem höheren Risiko gleichgesetzt.
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Weichkosten
Die Weichkosten umfassen alle Nebenkosten eines Fonds, die nicht substanzbildend sind. Dazu gehören etwa Vertriebskosten, Kosten für die Steuerberatung, den Treuhänder oder die Prospekterstellung etc.
Wertschöpfung
In einer Geldwirtschaft ist das oberste Ziel die Wertschöpfung, also der Ertrag wirtschaftlicher Tätigkeit. Diese ergibt sich aus der Differenz zwischen der Leistung einer Wirtschaftseinheit und der zur Leistungserstellung verbrauchten Vorleistung (Wertschöpfung = Produktionswert – Vorleistung).
Wohnsitzfinanzamt
Für die Besteuerung natürlicher Personen (Einkommensteuer) ist das Finanzamt örtlich zuständig, in dessen Bezirk der Steuerpflichtige seinen Wohnsitz oder seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat (Wohnsitzfinanzamt).
Worst-Case-Szenario
In der Unternehmensplanung werden verschiedene zukünftige Ereignisse, die Einfluss auf die Entwicklung des Geschäftes haben könnten, gedanklich durchgespielt. Dem Worst-Case-Szenario liegt die Annahme zugrunde, dass ein sehr negativer Fondsverlauf eintreten könnte.
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Zahlstelle
Stelle, die bestimmungsgemäß Zahlungen an den Anleger ausführt.
Zeichnungsschein
Durch seine Unterschrift auf dem Zeichnungsschein, auch Beitrittserklärung, erklärt der Anleger seinen Beitritt zur Fondsgesellschaft. Neben den persönlichen Daten des Anlegers wird auf dem Zeichnungsschein auch die von ihm übernommene Eigenkapital- bzw. Zeichnungssumme (Einlage zuzüglich Agio) dokumentiert.
Zeichnungssumme
Siehe Einlage.
Zielfonds
Konkrete Kapitalanlagen oder Beteiligungen, in die nach Abschluss der Einwerbungsphase eines Vermögensstrukturfonds investiert wird.
Zielfondsmanager
Der Zielfondsmanager ist zuständig für die Auswahl, Akquisition, Entwicklung und Veräußerung der einzelnen Unternehmensbeteiligungen. Zudem ist er verantwortlich für die Verfolgung der Investmentstrategie des jeweiligen Zielfonds.
Zweitmarkt
Auf dem Zweitmarkt können bereits gezeichnete Anteile an geschlossenen Beteiligungsfonds angeboten beziehungsweise nachgefragt werden. Zu beachten ist, dass die Fungibilität von Fondsanteilen innerhalb eines kurzen Zeitraums in der Regel eingeschränkt ist, da es sich bei der Anlage in geschlossene Fonds grundsätzlich um eine langfristige Anlage handelt, insbesondere auch unter steuerlichen Gesichtspunkten. Der Zweitmarkt ist nicht in einem vergleichbaren Umfang organisiert, wie beispielsweise Wertpapierbörsen. Die Veräußerung bereits gezeichneter Fondsanteile am Zweitmarkt ist daher regelmäßig mit einem höheren Aufwand – etwa hinsichtlich der Dauer und der Preisfindung – verbunden, als dies bei fungiblen Wertpapieren der Fall ist.
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